Historie
2008
Die Wagenfelder Spinnereien werden durch den TÜV Thüringen nach ISO 9001:2008 zertifiziert mit der Zertifikat-Register-Nr. TIC 15 100 96043.
Heute sind die Wagenfelder Spinnereien GmbH und Ihre Schwesterfirmen in der Gruppe Wagenfeld gut gerüstet für die Zukunft. Trotz Globalisierung der Textilmärkte und dem international immer härter werdenden Konkurrenzdruck konnte sich die Gruppe in den vergangenen Jahren nicht nur behaupten, sondern die geschäftlichen Aktivitäten kontinuierlich ausbauen. Es werden jetzt in der Gruppe mehr als 7 Mio. kg Garne pro Jahr in den verschiedensten Qualitäten produziert.
1980
Der Seniorinhaber Adolf Körner stirbt. Seine Söhne Friedrich und Gerhard Körner, schon vorher Komplementäre der Kommanditgesellschaft und Geschäftsführer, führen das Unternehmen weiter.
In den nächsten 20 Jahren erweitert die Wagenfelder Spinnereien GmbH ihre Pro-gramme durch gezielte Eingliederung anderer Spinnereien. Die Spinnereigruppe Wagenfeld besteht jetzt aus
- Wagenfelder Spinnereien GmbH, Wagenfeld
- Thüringer Wollgarnspinnerei GmbH, Bad Langensalza
- Vlnap a. s., Nejdek (CZR)
- Clasic Cotten s. r. o., Jaromer (CZR)
- Hattorfer Kammgarnspinnereien GmbH Niederschmalkalden, Hattorf.
1977
Das Unternehmen erhält eine neue Rechtsform. Die Kommanditgesellschaft Schulz und Körner überträgt das operative Geschäft auf die neu gegründete Wagenfelder Spinnereien GmbH und wird selber Vermögensverwaltungsgesellschaft
1966
Die Unternehmensleitung entscheidet sich dafür, eine Konzentration auf die Spinnerei und eine planmäßige Rationalisierung vorzunehmen. Deshalb wird die Tuchfabrikation aufgegeben; die Weberei und die Konfektionsabteilung werden stillgelegt. Das Spinnereiprogramm wird erweitert. Hergestellt werden Spezialitäten wie Effektgarne aus Wolle, Acryl, Polyamid für den Dekobereich, Teppichgarne, Möbelstoffgarne, Maschinenstrickgarne und Handknüpfgarne.
1937
Verkauf des Unternehmens * an die Aktienspinnerei Aachen. Umwandlung in eine Kommanditgesellschaft mit den Kommanditisten Dr. Herbert Adolf und Aktienspinnerei Aachen. Komplementäre und Geschäftsführer der Gesellschaft werden Ernst Schulz und Adolf Körner. 1941 Umfirmierung in Wagenfelder Wollwerk KG. Modernisierung und Geschäftsausweitung unter der neuen Geschäftsführung, Anstieg der Beschäftigtenzahl von 120 Personen im Jahr 1937 auf 320 Personen im Jahr 1949.
*
Die Familien Richard und Hugo Heilbrunn mussten wegen der Verfolgung jüdischer Bürger durch die nationalsozialistische Diktatur ihren Betrieb verkaufen und auswandern. Einen grossen Teil des Verkaufserlöses mussten sie aufgrund der 1935 erlassenen Rassengesetze an das Regime abführen. Nach dem Krieg haben sich die Familien Heilbrunn und die Wagenfelder Wollwerk KG verständigt und eine Einigung über eine zusätzliche Wiedergutmachung gefunden.
Man kann sagen, dass das Schicksal der Familien Heilbrunn bzw. der Wagenfelder Wollwerk KG zu den wenigen Fällen gehört, in denen sich Käufer jüdischer Betriebe gegenüber ihren Alteigentümern nicht nur beim Betriebsübergang fair und menschlich anständig verhalten haben, sondern sich aus diesem Grund mit ihnen nach dem Krieg verständigen und in persönlicher und freundschaftlicher Verbindung bleiben konnten.
1923
Zielstrebiger Ausbau des Betriebes nach dem Krieg. Angeschafft werden eine größere Dampfmaschine mit 150 PS Leistung, 10 Webstühle, 4 Selfaktoren, 4 Krempel.
1909
Hugo und Richard Heilbrunn, die Enkel des Gründers, treten in die Firma, die jetzt als offene Handelsgesellschaft geführt wird, ein. Nun werden die Garne auch selbst ge-färbt und gezwirnt.
1900
Zusammen mit den Familienangehörigen sind jetzt 10 Personen im Betrieb be-schäftigt. Eine Spinnmaschine und zwei Webstühle, angetrieben von einer 12 PS-Dampfmaschine, werden angeschafft. Noch wird vorwiegend die Wolle der Bauern aus der Umgebung im Lohn versponnen.
1874
Eintragung in das Handelsregister Diepholz unter dem Namen M. B. Blumenthal mit Markus Heilbrunn als Inhaber.





